Apple Music Testergebnis 2017

Hinsichtlich der Innovationskraft von Apple ist der Musik-Streaming-Service Apple Music ein Späteinsteiger unter den Musik-Streaming-Diensten – seit dem Frühjahr 2015 ist der Dienst in Deutschland verfügbar und dank der Apple-Fangemeinde bereits durchaus erfolgreich. Rein finanziell gesehen ist das Familienangebot von Apple Music attraktiv: Der Musik-Streaming-Dienst bietet ein Abonnement für die ganze Familie, dass zu einem Preis von 14,99 Euro monatlich bezogen werden kann. Auch die verhältnismäßig lange, kostenlose Testphase von 3 Monaten ist positiv hervorzuheben – in diesem Testzeitraum können alle Musik-Streaming-Funktionen, die dem Standard entsprechen, uneingeschränkt genutzt werden. Der Normalpreis von 9,99 Euro pendelt sich beim Durchschnitt ein. Mehr erfahren in unserem ausführlichen Apple-Music-Testbericht.

Apple Music: Musikdienst Screenshot

Musik Dienst Apple Music Screenshot

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Testergebnis in Einzelbetrachtung

Songs 36 Millionen
Kostenlose Version  
Probeabo 90 Tage
Preis pro Monat 4,99 Euro (Studenten­mitgliedschaft), 9,99 Euro (Einzel­mitgliedschaft), 14,99 Euro (Familienmitgliedschaft)
Offline-Funktion  
Radio-Funktion  
Browser-Funktion  
Hörbücher  
Podcasts  
Social-Login  
Import-Funktion  
Songtexte  
Familienangebot  
Studentenangebot  
Mobile iOS, Android, Windows Phone
Soundqualität 256 kbps
Zahlungsweisen Kreditkarte, Gutscheinkarte
Weitere Plattformen Sonos, Logitech Squeezebox, Apple AirPlay, Apple TV, Microsoft Xbox 360, Onkyo, Philips Smart TV, Philips, Bang&Olufson PLAY, RoxoBox BoomBall, Cabasse, Simple audio, Jawbone

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Kosten und Testphase

Apple-Music-Kosten sind fair und transparent, wurden jedoch mit der Zeit an die Konkurrenz angepasst – gab es zu Beginn ausnahmslos die Standard-Bezahlversion für 9,99 Euro pro Monat, so durften wir im Lauf unseres Tests die Einführung von „Apple Music student“ und „Apple Music family“ miterleben. Apple hielt hier Schritt mit Marktführer Spotify und plant Gerüchten zufolge sogar, die monatlichen Kosten weiter zu senken und die übliche „10-Euro-Monatsmarke“ zu unterschreiten – eine klare Kampfansage. Apple Music für Studenten ist für 4,99 Euro monatlich nutzbar, im Apple-Music-family-Paket können sich bis zu 6 Personen (genau genommen: unter einem Dach lebenden Familienmitglieder) ein Abonnement teilen. 3 Monate Testen ist lobend hervorzuheben, in Kombination mit einem Telekom-Vertrag sind optional sogar 6 Gratismonate möglich; eine solch wohlwollende Free-Phase konnte in unserem Testergebnis vergleichsweise nur Juke anbieten. Apple scheint zu hoffen, dass die Absprungrate nach 3 Monaten intensiver Nutzung gering ist. Je nach Bedarf ist es empfehlenswert, das kostenlose Apple-Music-Probeabo direkt zu kündigen, da sich das Probeabo automatisch und ungefragt in ein kostenpflichtiges Abonnement für 9,99 Euro pro Monat umwandelt. Schade ist, dass nach Ablauf des Apple-Music-Probeabos keine kostenlose Version angeboten wird – einzig der öffentliche Radiosender „Beats“ kann kostenfrei über iTunes empfangen werden. iTunes- bzw. Apple-Music-Gutscheine können selbstverständlich auch genutzt werden.

Funktionen, Playlists und vordefinierte Inhalte

Apple Music überzeugt durch einen soliden, durchaus umfangreichen Funktionsumfang – falls man dazu bereits Erfahrungen mit iTunes gesammelt hat, ist das Apple-Music-Angebot schnell erfassbar. Für Neueinsteiger hält die Implementierung der Apple-Music-App in iTunes einige Stolperfallen bereit. Unser Testergebnis zeigt, dass die vom Musikdienst vorgeschlagenen, personalisierten Empfehlungen anfangs noch etwas ziellos daherkommen, nach eigener Einrichtung von Lieblingsgenres und -Künstlern jedoch zufriedenstellend funktionieren. Wie üblich basieren die Radio-Funktion sowie empfohlene Inhalte auf individuellen, längerfristigen Hörgewohnheiten. Ergänzend zum Begriffs-Wirrwarr um iTunes, iCloud, iMatch und Apple Music kommt nun noch die Zusatzfunktion Apple Connect dazu – diese Funktion aus dem Apple-Music-Angebot verfolgt das Ziel, Interpreten auf der Basis eines sozialen Netzwerks mit den Hörern zu verbinden und mit Spezialinhalten zu versorgen. Die Idee ist durchaus interessant, die Umsetzung noch mangelhaft. Musik kann wie üblich selbstverständlich auch offline gehört werden. Auch Podcasts und Hörspiele sind über Apple-Music-Streaming in überschaubarer Menge abrufbar. Auf den Social-Aspekt wird gänzlich verzichtet: Es können keine Playlisten gemeinsam erstellt werden, eine „mit Freunden teilen“-Funktion ist nicht vorhanden und auch auf einen Freundes-Feed wird gänzlich verzichtet – die Interaktion mit anderen Nutzern ist also stark eingeschränkt, man muss sich auf Apple Musics kuratierte Vorschläge sowie das eigene Musikwissen verlassen.

Zugriff

Ein browserbasierter Zugriff ist aktuell leider nicht vorhanden. Das stößt manchen Nutzern vermutlich negativ auf, da der Musikdienst somit nur genutzt werden kann, wenn die Apple Music-App oder der Apple-Music-Client auf dem Endgerät installiert ist. Auch der immer beliebter werdende Social-Login ist nicht möglich – all dies schränkt die Zugriffsmöglichkeiten in unserem Testergebnis gehörig ein. Hinsichtlich mobiler Nutzung kann auf iOS, Android und Windows Phone zurückgegriffen werden, den Desktop-Client gibt es für PC und Mac, für Linux jedoch nicht. Für alle „Geeks“ unter uns ist ergänzend zu erwähnen, dass die Ansteuerung mit Siri solide funktioniert: Befehle werden brav und akzeptabel ausgeführt – sofern die Aussprache des gewünschten Künstlers klar und deutlich ist.

Apple Music: Fazit Testergebnis

Der große Vorteil des hauseigenen Apple-Music-Streaming-Diensts ist fraglos, dass die Apple-Music-App in Form von iTunes bereits auf mehreren hundert Millionen iOS-Geräten vorinstalliert ist. Ein Ausprobieren der 3-monatigen Testphase ist naheliegend, und auch wenn dieser System-Lock-In die Entscheidungsgewalt hemmt, sind viele Apple-Jünger potentielle Neukunden. Als iTunes-Befürworter und Apple-Nutzer ist die Nutzung von Apple-Music-Streaming sicher sinnvoll, eingefleischte Apple-User können selbstverständlich iTunes-Downloads mit Apple-Music-Playlisten verknüpfen. Hinsichtlich des Funktionsumfangs muss nach unserem Apple-Music-Test fairerweise gesagt werden, dass sich Apple Music – bis auf Exklusivinhalte und der Connect-Idee – nicht sonderlich von der (starken) Konkurrenz abheben kann.

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