Tidal Testergebnis 2017

Tidal Test (05/17)

Tidal Test (05/17)
6.26

Vertrag & Kosten

6/10

    Angebot & Qualität

    6/10

      Funktionalität

      6/10

        Zugriff

        7/10

          Service

          7/10

            Vorteile

            • Über 40 Millionen Songtitel
            • High-Quality-Audio-Streaming
            • Exklusives Material

            Nachteile

            Tidal ist der Musik-Streaming-Dienst für Musik-Gourmets, zubereitet von Rapper Jay Z. Der Streaming-Anbieter steht für den qualitativ hochwertigsten Musikgenuss auf dem Markt gepaart mit einer klaren Philosophie. Auf Tidal sind über 40 Millionen Musiktitel mit einer einzigartigen Klangqualität von 1411 kbps zu hören. Darüber hinaus verfügt der Musik-Streaming-Dienst über rund 130.000 hochauflösende Musikvideos. Wie bei einem Sterne-Restaurant, muss auch hier für die Qualität gezahlt werden. Die hohe Soundqualität erhält man nur für den stolzen Preis von 19,99 Euro im Monat. Für 9,99 Euro gibt es eine herkömmliche Version von Tidal. Mehr erfahren in unserem ausführlichen Tidal-Testbericht.

            Musikdienst Screenshot

            Musikdienst Tidal Testergebnis

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            Tidal Testergebnis in Einzelbetrachtung

            Songs 40 Million
            Kostenlose Version  
            Probeabo 30 Tage
            Preis pro Monat 9,99 Euro (Premium-Version), 19,99 Euro (HIFI-Version)
            Offline-Funktion  
            Radio-Funktion  
            Browser-Funktion  
            Import-Funktion  
            Songtexte  
            Familienangebot  
            Studentenangebot  
            Mobile iOS, Android, Windows Phone, iPad
            Soundqualität 1411 kbps
            Zahlungsweisen VISA, MasterCard, American Express und PayPal
            Mobilfunkanbieter  
            Weitere Plattformen Sonos, Logitech Squeezebox, Apple AirPlay, Entertainment Systeme

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            Angebot

            Um die Vorteile des Angebots von Tidal verstehen zu können, muss ein kurzer Blick auf den Aufbau des Musik-Streaming-Diensts geworfen werden: Tidal ist im Gegensatz zu den anderen Anbietern auf dem Markt in Künstler-Besitz. Genauer gesagt ist es eine Kooperation zwischen Alicia Keys, Arcade Fire (Win Butler and Regine Chassagne), Beyonce, Calvin Harris, Chris Martin, Daft Punk, Deadmau5, Jack White, Jason Aldean, J. Cole, Kanye West, Madonna, Nicki Minaj, Rihanna, Shawn “JAY Z” Carter und Usher – um einmal alle genannt zu haben. Durch diesen Aufbau profitiert der Nutzer von zahlreichem exklusivem Material von Interviews über von Künstlern zusammengestellte Playlists bis hin zu ausschließlich auf Tidal veröffentlichten Songs oder gar Alben. Doch nicht nur der Nutzer profitiert von dem künstlergetriebenen Dienst: Man schreibt sich auf die Fahnen, der fairste Musik-Streaming-Anbieter für die Künstlerseite zu sein. 75% der Einnahmen sollen direkt zurück zum Künstler fließen, damit rechtfertigen die Verantwortlichen die hohen Preise für Abonnenten.

            Neben den 40 Millionen Songs – inklusive einer beachtlichen Anzahl an Hörbüchern – hat man bei Tidal Zugriff auf 130.000 hochauflösende Musikvideos – dieses Angebot ist auf dem Markt einzigartig.

            Kosten

            Wie bereits beschrieben, gibt es zwei grundsätzliche Varianten von Tidal: Die Premium-Version für einen Preis von 9,99 Euro/Monat – welche trotz des Premium-Namens eigentlich die Standardvariante ist – und die HIFI-Version für 19,99 Euro/Monat. Der einzige Unterschied von Premium zu HIFI bezieht sich auf die Soundqualität. Es gibt sonst keinen Mehrwert durch die HIFI-Variante. Für beide Versionen wurde ein Familienangebot namens Tidal family eingeführt. In der Premium-Variante können sich bis zu fünf Nutzer für 5 Euro ein eigenes Konto auf ein bereits bestehendes zukaufen. Bei der HIFI-Version sind es 10 Euro pro neuem Konto. Auch ein Studentenrabatt von 50% ist bei Tidal gegen eine übliche Studenten-Verifizierung erhältlich. Im Gegensatz zu anderen Musik-Streaming-Diensten gibt es bei Tidal neben den üblichen 30 Probetagen keine kostenlose Version.

            HIFI

            Die HIFI-Version des Musik-Streaming-Diensts macht aber nur mit der richtigen Hardware Sinn. Die Soundqualität „Flac 1411 kbps“ ist nicht mit jedem Gerät abspielbar. Viele Standard-Geräte, wie auch Smartphones oder generische Laptops, spielen die Qualität wieder auf 320 kbps herunter, was der Premium-Variante von Tidal entspricht.

            Funktionen

            Die Benutzeroberfläche und das Design des Tidal Musik-Streaming-Diensts sind schlicht aber hochwertig und schön anzuschauen, wie es sich für einen High-End-Anbieter gehört. Natürlich verfügt der Streaming-Dienst auch über hunderte vorgenerierte Playlists und über die Funktion, selbst Wiedergabelisten zu erstellen. Der Import von eigener Musik stellte in unserem Test allerdings ein kleines Problem dar – hierzu mussten wir auf die von Tidal unterstützte Website Soundiiz.com ausweichen. Auch das Fehlen von personalisierten Musikvorschlägen ist uns negativ aufgefallen

            Dafür stellen die Funktionen Tidal Discovery und Tidel Rising einen weiteren Baustein der Tidal-Philosophie dar. Beides sind Plattformen für Newcomer, die noch keinen Plattenvertrag besitzen. Diese proklamierte „Musik von Morgen“ ist durch die Reichweite ein weiterer Vorteil für den Künstler und durch die Exklusivität ein Mehrwert für den Nutzer.

            Positiv in unserem Tidal Test sind uns außerdem die Informationen zur Musik aufgefallen: Als Zusatz-Feature kann man zu nahezu jedem Song oder Album Hintergrundinformationen erfahren. Dadurch wird auch jeder Kopf hinter dem Musikwerk transparent – oder um nochmal den Vergleich mit der Gourmetwelt aufzugreifen: Man erfährt neben dem Koch auch die genaue Rezeptur des schlussendlichen Gerichts.

            Technik

            Wenn man Tidal über den Web Player hören will, ist Google Chrome bisher der einzige Browser, der die High Fidelity (HIFI) Qualität stemmen kann. Die Tidal App ist für iOS und Android verfügbar. Allerdings besitzt das Streaming-Angebot bis dato keine Mobilfunkkooperation, wodurch das Datenvolumen gerade bei der HIFI Version schnell aufgebraucht ist. Daher ist die Offline-Funktion umso – was im Test eben dieser negativ auffiel ist, dass Tidal es nicht ermöglicht, einzelne Songs herunterzuladen. Nur gesamte Alben oder Playlists sind somit ohne Internetverbindung zu hören. Für die Benutzer eines Windows Phones oder eines Blackberrys ist Tidal nicht mobil verfügbar.

            Tidal: Testergebnis

            Tidal ist die High-End-Variante der Streaming-Dienste. Mit der HIFI-Version erhält man Soundqualität, die auf dem Markt ihresgleichen sucht. Allerdings sollte man dafür die nötige Hardware besitzen. Des Weiteren profitieren die Nutzer von reichlich exklusiven Inhalten und die Künstler von der fairsten Streaming-Philosophie auf dem Markt. Abgesehen von einigen geringfügigen Mankos, wie der nicht vorhandenen Mobilfunkkooperation oder kleineren Ungereimtheiten in der Offline-Funktion, ist Tidal also eine gute Wahl für jeden Musikliebhaber.

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